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Das Dorf Groß Teetzleben

Auszug aus der Chronik

Die erste Nachricht über Groß Teetzleben im Amtsbezirk Klempenow wird mit 1491 angegeben. Der 30-jährige Krieg 1618-1648 hinterließ auch in dieser Region seine Spuren. Nach diesem Krieg existierte das Dorf nicht mehr, d.h. vom evangelischen Glauben gewichen und vollständig verwüstet. Beide Orte Groß und Klein Teetzleben wechselten im 15. und 16. Jahrhundert mehrmals ihre Besitzer. So waren beide Teetzleben im 15. Jahrhundert ein Besitztum des Molzahnschen Geschlechts.
Anfang des 18. Jahrhunderts gelang das Rittergut Klein Teetzleben in den Besitz des Landesherrn, der das Vorwerk mit seinem Amt Treptow vereinte. Etwa ab 1835-40 ist Wilhelm Hilgendorff Besitzer des Rittergutes. In dieser Zeit gab es 13 Feuerstellen und 124 Einwohner, 16 Pferde, 34 Rinder, 20 Schafe, 10 Ziegen und 28 Schweine im Dorf.
Der Mühlbach verläuft zwischen den beiden Dörfern Klein und Groß Teetzleben. Zu Groß Teetzleben gehörte die Pfarrei und die Schule.
1862 wurden 13 Eigentümer mit Bauernwirtschaften angegeben. Der Ort zählte 177 Einwohner.
Während des Krieges schwankte die Bevölkerungszahl um 300 Einwohner. Nach dem Krieg steigt die Einwohnerzahl auf über 1000 an, weil in der Gemeinde viele Umsiedler aufzunehmen waren. Durch die Bodenreform 1945 wurden die Großbauern enteignet und es entstand Neubauernwirtschaften.
Im Wandel der Zeit entstanden viele Handwerksbetriebe. So besaß Teetzleben eine eigene Bäckerei, eine Sattlerei, Kolonialwaren-verkaufsstellen, eine Schmiede, eine Post, eine Gemeinde-schwesterstation, eine Schule sowie einen Kindergarten- u. krippe und eine Gaststätte.
Nach der Wende wurden viele Einrichtungen geschlossen. Heute existieren in der Gemeinde, mit den Ortsteilen Lebbin, Kaluberhof und Rottenhof, nur noch einige Handwerksbetriebe im Privatbesitz. 2007 leben 770 Einwohner in der Gemeinde. 

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Vom Dorf in die Welt