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Das Dorf Siedenbollentin

Siedenbollentin ist eine Gemeinde im südöstlichen Teil des Landkreises Demmin.
Die erste gesicherte urkundliche Erwähnung des Ortes ist eine Schenkungsurkunde. In ihr ist festgehalten, dass Herzog Bogislaw IV. am 29.Juni 1289 dem Kloster Reinfeld  bei Lübeck das Eigentum seiner Güter in Bollentin und Reudin schenkt.
Um 1800 lebten ca. 400 im Ort.
1860 kauft Fritz Peters das Rittergut Siedenbollentin und richtet eine musterhafte Landwirtschaft ein. Häufiger Gast bei ihm ist der Dichter Fritz Reuter. 1883 wird dem von Peters angelegten Vorwerk der Name „Schönkamp“ gegeben.
1885 wurde die Freiwillige Feuerwehr als erste ländliche Feuerwehr in Pommern gegründet.
1887 bekommt der Ort Kleinbahnanschluss an der Strecke Treptow-Siedenbollentin.
Eine Einwohnerzählung 1946 ergab, dass in Siedenbollentin 1460 Menschen lebten, viele davon Umsiedler aus Ostpreußen. 1952 wird die LPG „21. Dezember“ gegründet. Erster Vorsitzender ist Fritz Grabowski. 1956 wird die neue Schule übergeben, die 1960 den Namen „Fritz- Reuter-Schule“ erhält. 1966 wird der Schulpavillon fertig gestellt. Das Dorf hat 866 Einwohner. 1989 feiert der Ort sein 700 jähriges Bestehen. 2003 wird die Realschule in Siedenbollentin geschlossen. Im Ort bleibt die Grundschule mit den Klassen 1-4. 2006 wird auch sie geschlossen. 2004 wird der neue Sportplatz eingeweiht, ein Jahr später wird im ehemaligen Schulpavillon ein Gemeindezentrum eröffnet mit Jugendclub, Veranstaltungssaal und Sauna.
2007 leben in Siedenbollentin ca. 800 Einwohner.
Es gibt ein Einkaufszentrum, eine Arztpraxis, eine Kindertagesstätte und einen Frisörsalon. Größere Betriebe sind das Bauunternehmen Reich und die Schweinemastanlage Andresen. Bürgermeister ist Volker Bartl. Sehenswert in Siedenbollentin sind die Kirche, der Park mit der Fritz-Reuter-Grotte und dem schönen See sowie das Kriegerdenkmal.  
 
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Vom Dorf in die Welt