aktuell Idee Ziele Struktur Leitung • • Verein Start

"Kurs über Land - Gemeinsam das Steuer fest in der Hand"
Dies war das Motto, unter dem wir unser erstes Forum durchführten. Gemeinsam mit fast 50 Gästen, wie TeilnehmerInnen aus den Bürgerbüros des Landkreises Demmin, BürgermeisterInnen, Computer- und Medienfachfrauen und -männern, PolitikererInnen und BildungsexpertInnen wurden im Bürgerhaus in Schönfeld Daten, Fakten und Erfahrungen zum Thema digitale Integration und somit zum laufenden Projekt ausgewertet, analysiert und diskutiert.
Dem Forum stand dafür aus einem Jahr Projektarbeit eine Vielzahl von Statistiken und Erfahrungswerten zur Verfügung.
Die Moderation des Forum übernahm Frau Alberti, Vorsitzende des Vereines "Kurs über Land e.V.".
Zum ersten Teil der Veranstaltung waren mehrere Referate vorbereitet.
Frau Jürgens, Ortsbeiratsvorsitzende von Sophienhof, berichtete in ihrem Beitrag über die Entwicklungen im Bürgerbüro Sophienhof. Im Mittelpunkt des Berichtes stand die große Benachteiligung der Frauen im ländlichen Raum, die durch dieses Projekt motiviert werden, etwas für sich zu tun. Das Bürgerbüro in Sophienhof  hat nur einen halben Tag geöffnet und wird mit einer regelmäßigen Beteiligung von 8-10 BesucherInnen sehr gut angenommen. Frau Kolberg, Herr Lange und Frau Binkow, BesucherInnen verschiedener Bürgerbüros, schilderten in Beitragen ihre persönlichen Motivationen, warum sie den Umgang mit dem Computer und dem Internet lernen und wie sie den Weg ins Bürgerbüro gefunden haben. Herr Schommer, Bürgermeister der Gemeinde Hohenbollentin, betonte in seinem Referat nochmals die Wichtigkeit der individuellen, bedarfsorientierten Nutzung des PCs jedes einzelnen Bürgers sowie die Vorbereitung der Bürger auf die elektronische Verwaltung (E-Government). 9% der Einwohner der kleinen Gemeinde Hohenbollentin nehmen regelmäßig das Angebot des Projektes im Gemeindehaus wahr.
Unsere Projektleiterin Frau Richter erläuterte an Hand einer Präsentation Statistiken zum Projekt. Dabei stellte sie unter anderem heraus, dass die größte Anzahl der KursteilnehmerInnen Frauen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren sind.
In der anschließenden Diskussion wurden wir für unser außergewöhnliches Engagement und unseren großen persönlichen Einsatz von mehreren Seiten sehr gelobt.
Positive Resonanz zum Projekt kam von den Bürgerinnen und Bürgern aus den Bürgerbüros aber auch von Bürgermeistern und anderen Außenstehenden, die das Projekt aus der Ferne kritisch begleiten.
Durch die hervorragende Öffentlichkeitsarbeit, auch über diesen Internetauftritt, wurden Interessierte aus weiter entfernten Regionen auf das Projekt aufmerksam. Von der Volkshochschule Mansfelder Land kamen die am weitesten gereisten Gäste, Herr Eiselt und Herr Müller, um die Erfahrungen von Kurs über Land in ihr eigenes, relativ neues, von der Bundesregierung gefördertes Projekt „Alter hat Zukunft“ zu integrieren. Außerdem war eine Vertreterin des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie aus Berlin, Frau Seifert, auf dem Forum zu Gast.
In der regen Diskussion wurde immer wieder auf die Wichtigkeit der Bildung gerade im ländlichen Raum hingewiesen. Die Erkennung des Mehr- und Nutzwertes für jeden Einzelnen gerade bei der Computer- und Internetnutzung nimmt in diesem Prozess einen wichtigen Stellenwert ein.
Herr Prof. Dr. Dr. Pratzel, der das Bürgerbüro in Törpin beherbergt, betonte die vielen Möglichkeiten, die das Medium Internet für die Bildung, hier besonders auch für die ältere Generation, bietet. 6 BesucherInnen des Bürgerbüros Törpin sind über 60 Jahre alt, ein Zeichen dafür dass das Lernen mit der Rente nicht aufhören muss.
Frau Ortmann berichtete von den Erfolgen, die das FrauenTechnikZentrum Rostock mit PC- und Internetkursen im ländlichen Raum hatte, die aber im Unterschied zu „Kurs über Land“ immer nur kurz in einzelnen Dörfern durchgeführt werden konnten und deshalb nicht einen so nachhaltigen Erfolg bei den Menschen hatten. Sie betonte den Vorteil der Vorortangebote im Gegensatz zu Bildungsträgern in der Stadt und war der Meinung, dass sich die Region für dieses Angebot verantwortlich fühlen muss.
Frau Wiedemann, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Demmin nahm erfreut zu Kenntnis, dass 85% der KursteilnehmerInnen in den bislang 12 geöffneten Bürgerbüros des Projektes Frauen sind. Sie setzte sich sehr für eine Weiterführung dieses Projekts zur Erhaltung der Chancengleichheit ein.
Was offen blieb, war die Frage, wie kann dieses Projekt, das eine große Bildungschance für Menschen im ländlichen Raum eröffnet und das eine große Bereicherung für das Dorfleben darstellt, für die Dorfbevölkerung erhalten bleiben, wenn die Förderung nach dem nächsten Jahr ausläuft? Mehrere Ansätze wurden sichtbar, eventuell der eines Modellprojektes.
An dieser Stelle wurde mehrfach auf die Verantwortung des Landkreises und der Politik hingewiesen, die nach Meinung der Forumsteilnehmer zu wenig wahrgenommen wird.

Hier einige Fotos vom Forum. Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!


Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Fazit!
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!


 zurück zu Öffentlichkeitsarbeit

Vom Dorf in die Welt